Was versteht man unter klassischer Musik
Was ist eigentlich “Klassische Musik”? Unter Klassischer Musik versteht man einen Musikstil, der im allgemeinen Sprachgebrauch viele Namen hat, wie zum Beispiel “schwere Musik” oder “ernste Musik”.
In der Musikgeschichte unterteilt man die Klassische Musik in andere Teilgebiete. Hier benennt man zum Beispiel die “Alte Musik”, in der die Stilrichtungen der Musik des Mittelalters, der Renaissance und der Barockmusik zusammengefasst werden. In Jahren umfasst die Alte Musik die Zeit ab dem 12. Jahrhundert bis etwa 1750. Vertreter dieses Genres war zum Beispiel Baude Cordierl, ein französischer Komponist der Renaissance, dessen Kompositionsschema dem des späten 14. Jahrhunderts entsprach. Beispiele dafür sind “Amans amés secretement” oder Cordiers Liebeslied “Belle, Bonne, Sage”.
Selbst Hildegard von Bingen kann als Vertreterin des Mittelalters benannt werden, denn sie komponierte liturgische Gesänge, die überliefert sind, ebenso wie das liturgische Drama “Ordo virtutum”.
Die Barockzeit
Bekannteste Vertreter für die Barockzeit sind zum Beispiel Johann Ludwig Bach (1677 bis 1731) und Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750). Von J. L. Bach ist leider nur noch ein “Concerto für 2 Violinen in D-Dur” überliefert.
Dafür sind die Werke von Johann Sebastian Bach in vielfältiger Weise erhalten geblieben und er war schon zu seiner Zeit ein bedeutender Musiker, Komponist und auch ein Virtuose auf dem Klavier und der Orgel. Seine Werke inspirieren bis heute ganze Generationen von Musikern zu Nachahmungen und Bearbeitungen seiner Kompositionen.
Zu dieser Zeit des Schaffens von Bach, Händel, Mozart und anderen Großen der Musik, wandelte sich der Anspruch an die Musik. Der nächste zugeordnete Musikstil umfasst die Musik der Klassik, mit einen bedeutend kleinerem Zeitrahmen, nämlich von 1730 bis etwa 1850. Vertreter der Klassik sind die Frühklassik und die Wiener Klassik, die bezeichnend für diese Musikrichtung waren. Mit dem Tod von Franz Schubert und Ludwig van Beethoven endete diese Ära der Klassik.
Unterschiede zu anderen Musikrichtungen
Was aber unterscheidet diese “Schwere Musik” von anderen Musikgattungen?
Bei diesen Werken werden bestimmte Instrumente besonders hervorgehoben, wie zum Beispiel bei der Musik von J. S. Bach, der umfangreiche Orgelwerke komponiert und geschrieben hat. Die tragenden Melodien, die hauptsächlich in der Kirchenmusik vorkamen, beherrschen den Inhalt der Musikstücke.
Die klassische Musik an sich wird von dem Musikliebhaber als schöne Musik empfunden, die eine Vielfalt an Instrumenten vereint, die Melodien von Kraft aber auch von einer gewissen Leichtigkeit dem Hörer entgegenbringen. Man kann sich von der Musik tragen lassen und entspannen.
Es gibt klassische Musikstücke, in denen die Musikinstrumente die Natur nachempfinden. In Vivaldis “Vier Jahreszeiten” hat man das Gefühl, vom leichten prickelnden Frühling bis hin zum schweren düsteren Winter, die Jahreszeiten musikalisch zu erleben. Oder man nimmt das leichtere Musikstück “Die Forelle” von Franz Schubert. Hier kann man an den leichten Anschlägen des Klaviers oder des Flügels, die springenden kleinen Wellen eines lustig dahinplätschernden Baches vernehmen.
Klassische Musik bringt uns aber auch die Vergangenheit zurück, Klänge, die früher Menschen begeistert haben, eine Musik die auch repräsentativ war und ist, die Liebhaber hat, aber auch Menschen, die dieser Musik mit ablehnender Haltung entgegenstehen. Für diese Menschen ist die Musik zeitlich überholt, also nicht mehr zeitgemäß. Aber es wird immer Menschen geben, die diese Musik lieben und hören oder gar spielen werden, damit sie nicht vergessen wird.
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