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Der Blues

Veröffentlicht am 03 Juni 2011 von Sir Klang (0)

Blues ist ein Musikgenre, welches sich Anfang des 20. Jahrhunderts unter den Afroamerikanern in den Vereinigten Staaten von Amerika entwickelte und anderen Genres, wie Rock’n'Roll, Jazz oder Soul ihre Wurzeln gab. Auch in modernen Musikformen, wie beispielsweise dem Hip Hop, lassen sich Blues-Elemente erkennen.

Entstehung und Entwicklung des Blues

Wie bereits erwähnt, entstand der Blues Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA. Damals galt diese Form der Musik ausschließlich als Unterhaltungsmusik der Farbigen. Erst in den 1920er Jahren kommerzialisierten die Plattenlabels dieses Genre. Vor allem Sängerinnen wie Alberta Hunter, Ma Rainey oder Bessie Smith verbreiteten den Blues unter den Afroamerikanern. Auch der farbige Komponist und Musiker W.C. Handy machte dieses Genre sehr populär. Er veröffentlichte 1912 den ‘Memphis Blues’ und zog damit die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf den Blues. Durch die Migration zahlreicher Farbiger in den Norden der USA wurde der Blues schließlich auch in großen Städten wie Detroit oder Chicago bekannt und beeinflusste den dort beliebten Jazz. Durch das ‘American Folk Blues Festival’ erreichte dieses Genre schließlich auch Bekanntheit in Europa. Musiker wie Jimmy Reed oder John Lee Hooker, welche bei diesem Festival auftraten, trugen maßgeblich zur Popularität des Blues in Europa bei. Im Laufe der Zeit spielten auch immer mehr DJs, wie beispielsweise Alan Freed, Blues-Songs im Radio, wodurch auch weiße afrikanische Jugendliche diese Musik kennen und schätzen lernten. Diese verbanden den Blues letztendlich mit einigen Formen des Countrys, wodurch der Rock’n'Roll entstand. So fanden auch weiße Musiker immer mehr Gefallen an der Musik der Afroamerikaner und verwendeten zunehmend Elemente des Blues für ihre eigene Musik, wie beispielsweise Led Zeppelin, Jimi Hendrix, The Doors oder Eric Clapton, die daraus den Bluesrock entwickelten.

Charakteristika des Blues

Es gibt sowohl instrumentale Blues-Songs, als auch welche mit Gesang. Die Texte derartiger Lieder sind in der Regel in der Ich-Form verfasst. So erzählt der Sänger beziehungsweise die Sängerin von ihren eigenen oder ausgedachten Erlebnissen. Häufige Themen sind dabei Heimweh, Arbeitslosigkeit, unerwiderte Liebe, Verbrechen oder Verrat. Des Weiteren werden Themen wie Untreue, Resignation oder finanzielle Not besungen. Trotz dieser Themen, die den Hörer nachdenklich oder betrübt stimmen, gibt es auch fröhliche Bluesstücke, die den Hörer mitreißen und zum Tanzen und Feiern animieren. Das Klischee, das Bluessongs immer traurige Stücke sein müssen, hängt diesem Genre zwar immer noch nach, trifft aber nicht auf alle Lieder dieser Musikform zu. In den anfänglichen Bluesstücken war die Rhythmik vergleichsweise unregelmäßig und folgte dem Rhythmus der Sprache. In den anfänglichen Bluesstücken bestand eine Strophe in der Regel aus drei Zeilen, wo bei sich die erste Zeile in der zweiten wiederholt und in ähnlicher Melodie gesungen wird. Die dritte Zeile bezieht sich in der Regel auf die ersten beiden und besitzt eine andere Melodie. Auch in der heutigen Zeit sind die meisten Blues-Stücke nach diesem Schema aufgebaut. Der melodische Aufbau innerhalb einer Strophe ähnelt dem inhaltlichen.. Die sogenannten Blue Notes, die für die Melodie von Bluessongs verwendet werden, stammen aus der afrikanischen Pentatonik. Im Groben handelt es sich dabei ausschließlich um zwei Töne, welche sich zwischen der verminderten und reinen Quinte und dem kleinen und großen Terz befinden. Bereits in den 1920ern entwickelte sich die akustische Gitarre zum charakteristischen Blues-Instrument, wobei diese für Bluesstücke. Die Bass-Line stammt dabei in der Regel von einer Tuba oder der Jug.

IMG: IGRIK – Fotolia

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